Der Tag, an dem der Papst entführt wurde von Joao Bethencourt (2003)
Das Stück spielt in New York. Zentrum ist die Küche der jüdischen Familie Leibowitz in Brooklyn. Sam, Taxifahrer und ein bisschen verrückt, hat Papst Albert (gemeint ist Papst Johannes der XXIII, dem der Autor das Stück gewidmet hat) während eines Staatsbesuchs in seinem Taxi gekidnappt und in seine Küche verschleppt. Sara, die Frau von Sam, ist verzweifelt, obwohl sie schon an einige Eskapaden ihres Mannes gewöhnt ist. Seit der gemeinsame Sohn im Vietnam-Krieg gefallen ist, hat Sam die schrulligsten Einfälle.   Als pragmatische Hausfrau lädt Sarah den Papst zum Essen ein und putzt mit ihm Gemüse. Tochter Miriam pubertiert und betrachtet den Papst als nette Abwechslung. Musik und Fernsehen sind ihr wichtiger, aber auch dort wird sie mit dem Papst konfrontiert, weil man ihn über die Medien sucht und wilde Gerüchte über die Entführer kursieren. Lea, Sams Schwester, strotzt vor Kraft, steht ihrem Bruder bei und freut sich, dass es endlich mal etwas zu tun gibt. Unruhe bringt Miss Ibbar, die jüdische Gemeindeschwester, die mit kriminalistischem Gespür die Situation erkennt und für ihre eigenen Zwecke zu nutzen versucht. Papst Albert reagiert in seiner Gefangenschaft so ganz anders als man es von dem höchsten Würdenträger der katholischen Kirche erwarteten würde. Er genießt das einfache, normale Leben in der Familie. Außerdem kann er seinem Entführer nicht wirklich böse sein. Die Polizei schickt Hundertschaften, Kardinälin Zingerrat will den Papst befreien und so wird die Realisierung von Sams größtem Traum von allen Seiten ernsthaft bedroht.
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