Das Orchester von Jean Anouilh (2005) Der französische Dramatiker Anouilh führt Menschen vor, die gefangen sind in ihrer Mittelmäßigkeit, in Verbitterung und Beziehungslosigkeit. Die hohe Kunst der Harmonie gelingt dem Kurorchester nur dann, wenn die resolute Orchesterchefin Madame Hortense den Taktstock mit eiserner Hand schwingt. Aber die heile Welt des Gleichklangs entpuppt sich mehr und mehr als ein Zicken-Zirkus und Balzplatz, aus dem es für den Klavierspieler kein Entrinnen mehr gibt. Hin und hergerissen zwischen seiner Liebe zu Susanne und der Verantwortung für seine kranke Frau fühlt sich der Klavierspieler Léon überfordert. Susanne aber genügt diese geteilte Liebe nicht, kompromisslos geht sie ihren Weg. Die alternde Chefin des Orchesters schwelgt in Erinnerungen an frühere Zeiten, in der Gegenwart demütigt sie alle. Die Nymphomanin Pamela hastet von einem Mann zum anderen und verwöhnt ihr zurückgelassenes Töchterchen. Patricia verbindet gegenseitige Abhängigkeit und Hass-Liebe mit ihrer kranken Mutter. Letzteres gilt auch für die Bratschistin Ermeline zu ihrem untreuen Mann Edmond. Und die Klarinettistin Leona verzweifelt in und an den Gestalten dieses Orchesters.
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