Gretchen 89 ff. von Lutz Hübner (2007) Das Stück 89ff handelt vom Theater und vom Leben und vom Leben im Theater. Nur vordergründig geht es um die „Kästchenszene“ aus Goethes Faust, in der Gretchen den von Mephisto versteckten Schmuck findet. Vor allem werden Menschen in ihrem Beziehungsgeflecht gezeigt: Schauspieler, Regisseure, Dramaturgen und Requisiteure. Da gibt es die Diva und den gedemütigten Regisseur, den begeisterten Hospitanten, die talentlose Anfängerin, den sinnlichen Freudianer, den radikalen Puristen und viele mehr. Die verschiedenen Paarungen Gretchen/Regisseur arbeiten sich an der „Kästchenszene“ ab – das Ergebnis ist immer von den Figuren bestimmt, ob es nun überhaupt nicht zur Probe kommt, alle Texte rausgeschmissen werden oder das erotische Verhältnis Regisseur und Schauspieler im Mittelpunkt steht. Die Strategien der Durchsetzung sind der Reiz der Szenen. Wie schaffen es die Figuren, ihren Willen zu bekommen? Auch dem Umgang mit klassischen Texten und der so viel beschworenen „Werktreue“ wird nachgespürt, bis sich am Ende die Szene auf ein paar Sätze reduziert……Fastfood-Goethe.
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